Volunteer's Story: Michael, Germany   - German University Camp

Im Juli diesen Jahres wurde von der Xu Bo Art and Culture Exchange Organisation zum ersten Mal ein so genanntes “German Camp” fuer Shanghaier Universitaetsstudenten veranstaltet. Auch wenn der Name etwas irrefuehrend ist – das “Camp” hatte keinen direkten Bezug zu Universitaeten – versuchten wir unser Bestes, die Semesterferien der insgesamt sechs Studentinnen (maennliche Komilitonen hatten sich nicht angemeldet) durch ein moeglichst abwechslungsreiches Programm interessant zu gestalten. Aufgeteilt in drei Gruppen zu drei, einer und zwei Personen verbrachten wir vier Wochen damit, den kulturellen Austausch zwischen Deutschland und China auf eher unkonventionelle Art zu foerdern. Da die Studentinnen unterschiedliche Sprachkenntnisse mitbrachten die von sehr gut bis nicht vorhanden reichten, war die Verkehrssprache im Camp allerdings hauptsaechlich Englisch. Nachdem wir die Montage dazu nutzten uns vorzustellen, Scrabble zu spielen und uns einen Deutschen Film anzusehen (meist “Jenseits der Stille”), verbrachten wir die Dienstage mit Ausfluegen zu verschiedenen Orten in Shanghai, darunter das “Science and Technology Museum”, das (noch etwas leere) Kunsthaus “1933”, das Wachsfigurenkabinett und das Shanghai Art Museum. Mittwochs kam dann der Hoehepunkt der jeweiligen Woche: Ein deutsch-chinesisches Barbecue auf dem Balkon. Mangels entsprechender Ausruestung mussten wir zu ungewoehnlichen Mitteln greifen um die Kohle zu entzuenden (Gasherd, Haartrockner…), das Essen schmeckte dafuer umso besser. Bratwuerste waren ein Muss, aber auch chinesisches Gemuese und Fleischspiesse kamen auf den Grill. Natuerlich durfte auch Deutsches Bier nicht fehlen. Da fuer die Donnerstage kein festes Programm vorgesehen war, improvisierten wir jede Woche etwas neues, darunter eine Karaokesession und den Dreh eines Kurzfilms. Schliesslich beendeten wir die Woche mit einem typisch europaeischem Fruehstueck und einigen Kartenspielen, bzw dem Austausch von Digitalfotos/videos aus der Heimat.

Aufgrund der geringen Anzahl der Teilnehmer ergaben sich viele individuelle Gespraeche (teils auch auf Deutsch) ueber verschiedenste Themen, wobei wir immer wieder auf Unterschiede, oft aber auch auf Gemeinsamkeiten zwischen Deutschland und China stiessen. Fuer mich war diese Zeit sehr aufschlussreich und unterhaltsam, und ich habe wahrscheinlich sogar einiges mehr ueber chinesische Kultur gelernt als die Studentinnen ueber Deutschland. Ich hoffe, dass dieses erste Shanghaier German Camp von allen Teilnehmern in guter Erinnerung behalten wird.



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